Hygiene

Zum Sterilisieren verwendet der Tätowierer einen Autoklaven

, der mittels Wasserdampf die Krankheitserreger vernichten (sowohl Bakterien als auch Viren werden abgetötet). So sterilisierte Griffstücke werden zwischen den Kunden immer gewechselt! Bevor der Tätowierer mit der Arbeit beginnt, sollte er ein frisches Paar Einweghandschuhe anziehen, die er immer dann wechselt, wenn er andere Dinge anfasst als das vorbereitete (Einweg- oder sterilisierte) Arbeitsmaterial. Die Farbe/n wird/werden in Einweg- Näpfchen

gefüllt und eventuell in eine zu sterilisierende Halterung gestellt. Eine Anzahl Papiertücher werden von der Küchenrolle abgerissen und liegen griffbereit auf der Ablage.
Bevor der Tätowierer mit der eigentlichen Arbeit Anfängt, wird er die betreffende Stelle mit einem Einwegrasierer von Haaren befreien, säubern und mit einem Holz- Spatel oder frischen Einweghandschuhen die Vaseline auf die Haut auftragen. Die mit Nadeln und Griff- stücken versehene Tätowiermaschine wird mit einem Clipcord verbunden, das in Plastik eingepackt ist. Bei Farbwechsel und nach Gebrauch werden Nadeln und
Griffstück in einem Plastikbecher gereinigt, der in einem Ultraschallgerät steht. Beim Farbwechsel ist der Becher mit destilliertem Wasser gefüllt, nach Beendigung des Tattoos wird ein chemisches Desinfektionsmittel zugegeben. Der Ultraschall "klopft" die Nadeln mittels Wellen sauber, was aber nichts mit einer Sterilisation zu tun hat. Das zugegebene Desinfektionsmittel ist lediglich ein zusätzlicher Schutz, ersetzt aber auf keinen Fall den Sterilisator. Der Tätowierer wird zwischendurch immer wieder einmal die Hautfläche säubern. Dabei wird eine Sprühflasche benutzt, die zur Sicherheit in einer Plastikhülle steckt. Das die Flasche umhüllende Plastik wird der Tätowierer wegschmeißen, genauso wie die Farbnäpfchen. Auf keinen Fall dürfen die Farbreste beim nächsten Kunden weiterverwendet werden! Dieser Ablauf ist einer von mehreren Möglichkeiten für hygienisches Arbeiten. Es gibt Tätowierer, die ihre Nadeln grundsätzlich nur einmal verwenden und dann wegwerfen, anstatt sie zu sterilisieren usw. Wichtig ist, dass alle Gegenstände, die direkt und indirekt mit dem Kunden in Berührung kommen, entweder Einwegprodukte sind oder sterilisiert werden. Heute, im Zeitalter von Aids

, ist die Hygiene wichtiger denn je! Schaut euch um im Studio und stellt ruhig ein paar Fragen. Wenn man euch keine vernünftige Antwort gibt oder geben kann ist schon Vorsicht geboten. Zudem ist der Zustand des Studios auch schon ein Hinweis. Wenn es schmutzig aussieht und selten gereinigt wird, kann man
sich ziemlich sicher sein, dass man es hier auch ansonsten nicht so genau nimmt mit der Hygiene!

Nachbehandlung von Tattoos

 

Nachdem der Verband angelegt wurde, sollte dieser ca. 3 bis 6 Stunden später wieder entfernt werden.

Die Tätowierung danach gründlich aber vorsichtig, mit Wasser und PH Neutraler Seife reinigen

und einem fusselfreien Tuch (z.B. Küchenrolle) trocken tupfen.

Anschließend eine Wund und Heilsalbe dünn auftragen z.B. "Bepanthen", so dass ein leicht fettiger Film entsteht.

Eventuell austretendes Wundwasser vorsichtig abtupfen. Die Tätowierung sollte danach nicht mehr mit einem Pflaster, Verband oder einem eng anliegenden Kleidungsstück überdeckt werden.

Während des Heilungsprozesses muss besonders auf Sauberkeit geachtet werden. Das heißt

morgens und abends die Tätowierung mit PH Neutraler Seife waschen,

mit einem fusselfreien Tuch trocken tupfen und anschließend Wund und Heilsalbe dünn auftragen.

Bei Entzündung einer Tätowierung kann eine antibiotische Salbe, wie z.B. "Bepanthen"

Verwendet werden.

Keine anderen Salben oder Cremes verwenden.

Die Tätowierung darf nicht austrocknen, dadurch wird eine Grindbildung verhindert. Die Salbe muss

so lange angewendet werden, bis der Heilungsprozess vollständig abgeschlossen ist.

Die Tätowierung vor Sonneneinwirkung, Solarium oder Höhensonne schützen, bis sie ganz verheilt ist.

Die Tätowierung sollte nicht über längere Zeit mit Wasser in Berührung kommen, z.B. Sauna, Baden

und Schwimmen, besonders nicht mit Salzwasser.

Nicht an der Tätowierung kratzen, oder den Grind entfernen. Am besten von alleine abheilen lassen.

Leichtes Klopfen hilft gegen Juckreiz.

Keine zu enge Kleidung oder grobe Wollsachen tragen. Auch verschiedene synthetische Stoffe

behindern den Heilungsprozess.

Für eventuelle Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung!

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